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Historie

Die Wurzeln des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt (TITK) reichen zurück bis ins Jahr 1935. Als hier an der Saale und der Schwarza die „Thüringer Spinnfaser“ bzw. „Thüringische Zellwolle AG“ gegründet wurde, um in großem Umfang eine künstliche Textilfaser als Ersatz für die Exportware Baumwolle zu produzieren, wuchs auch der Bedarf an Forschungsleistungen auf diesem Feld.

1954 eröffnete das "Institut für Textilechnologie der Chemiefasern" (ITC), aus dem 1991 das TITK als erstes privatwirtschaftliches und gemeinnütziges Forschungsinstitut im Freistaat Thüringen hervorging. Ausgehend von der rein textilen Kompetenz der Anwendung von Faserstoffen hat sich das TITK heute, rund 30 Jahre später, zu einem modernen, weltweit anerkannten Institut für polymere Funktions- und Konstruktionswerkstoffe entwickelt.

  • 2020
  • Langjähriger Direktor scheidet aus, Gründervater stirbt

    Nach fast 18 Jahren an der Spitze des TITK scheidet Dr. Ralf-Uwe Bauer Anfang 2020 aus, Benjamin Redlingshöfer führt das Institut nun allein.

    Der Gründervater des TITK, Dr. Horst Bürger, stirbt im Alter von 86 Jahren.

    Im Herbst nimmt das TITK zwei neu ausgestattete Technika in Betrieb – zunächst eine Plattenanlage in Kooperation mit dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität, dann ein Extrusionstechnikum in Kooperation mit der Firma Leistritz. Gesamtinvestition: fast 3,5 Millionen Euro.

  • 2019
  • Thüringer Innovationspreis für innovatives Material

    Das TITK gewinnt Ende November den Thüringer Innovationspreis in der Kategorie "Industrie & Material" für eine flexible, metallfreie Heizfolie mit integriertem Überhitzungsschutz.

    Link zur Dokumentation XXII. Innovationspreis Thüringen 2019

    Link zum Video über den Wettbewerbsbeitrag des TITK

    Bereits Anfang September erfolgte der offizielle Spatenstich für den Neubau einer Produktionshalle des Tochterunternehmens smartpolymer.

  • 2017
  • TITK erhält Doppelspitze

    Neben Dr. Ralf-Uwe Bauer wird Benjamin Redlingshöfer als geschäftsführender Direktor berufen. Er ist bereits seit 2015 Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden Firma smartpolymer GmbH.

  • 2016
  • Gründung eines Joint-Venture in Slowenien

    Die TITK-Tochter OMPG etabliert gemeinsam mit dem slowenischen Unternehmen Melamine d.d. die Firma SmartMelamine d.o.o. zur industriellen Herstellung des feuerbeständigen und sehr gut dämmenden Spezialvlieses Melamin-Meltblown.

    Im gleichen Jahr erhält das TITK drei Gold-Medaillen auf der Internationalen Erfindermesse IENA in Nürnberg.

  • 2015
  • TITK ist Gründungsmitglied der Zuse-Gemeinschaft

    Mit der Gründung der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. erhält die dritte Säule der deutschen Forschungslandschaft neben Hochschulen und den vier Großforschungsgesellschaften erstmals eine Vertretung und eine Stimme. Auch das TITK zählte zu den 66 Gründungsmitgliedern des technologie- und branchenoffenen Verbandes in Berlin. Erster Präsident der Zuse-Gemeinschaft ist TITK-Direktor Dr. Ralf-Uwe Bauer.

  • 2014
  • Gründung der smartpolymer GmbH

    Als drittes Unternehmen der TITK-Gruppe entsteht durch Abspaltung aus der OMPG mbH die smartpolymer GmbH mit dem Ziel der eigenen Produktion und Vermarktung von Entwicklungen des TITK.

  • 2011
  • Neues Technikum zum 20-jährigen Gründungsjubiläum

    Im 20. Jahr des Bestehens weiht das TITK das neue "Technikum Hugo-Richard-Küttner" feierlich ein. Es dient der Trocken-Nass-Verformung von gelösten Polymeren und schafft erstmals die Möglichkeit, alle wesentlichen Technologieschritte der Direktauflösung und Trocken-Nass-Verformung von Polymeren in einem gemeinsamen Versuchsfeld realisieren zu können.

  • 2009
  • Neue Synthese- und neue Schmelzspinnanlage

    Das TITK erhält die Auszeichnung „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ und wird mit dem Besuch von Bundespräsident Roman Herzog geehrt.

    Im gleichen Jahr startet eine neue Multifunktionssyntheseanlage zur Herstellung von Substanzen auf der Basis nachwachsender und synthetischer Rohstoffe, die zu veränderten Eigenschaften der Kunststoffe führen. Diese ist eine Gemeinschaftseinrichtung des TITK und der Universitäten in Jena und Ilmenau.

    Ebenfalls eingeweiht wird eine neue Hochgeschwindigkeits-Schmelzspinnanlage zur Herstellung von Hochleistungs- und Funktionsfasern aus thermoplastisch verarbeiteten Kunststoffen mittels Schmelzspinntechnologie bei Temperaturen von bis zu 450 Grad.

    Das TITK wirkt an der Firmenneugründung der „Rubitherm Compound GmbH“ mit. Dort erfolgt die Herstellung und der Vertrieb von Produkten zur effizienten Wärmespeicherung.

  • 2008
  • Thüringer Forschungspreis für Weltneuheit

    Das TITK gewinnt den Thüringer Forschungspreis im Bereich Transfer für eine weltweit neue Methode zur Direkteinarbeitung unverträglicher flüssiger oder schmelzbarer Substanzen in eine Cellulosefaser. Damit steht ein wertvoller Faserrohstoff zur Verfügung, aus dem sich temperaturregulierende Bekleidung und Textilien fertigen lassen.

  • 2007
  • smartfiber AG übernimmt SeaCell-Produktionsanlagen

    Die smartfiber AG übernimmt Produktionsanlagen der SeaCell GmbH, um die Produktionskapazitäten für funktionale Cellulosefasern zu erweitern.

  • 2006
  • OMPG erweitert Geschäftsfeld auf Flockprodukte

    Die OMPG übernimmt die Beflockungsanlage der Coronet Schwarza GmbH zur Erweiterung des eigenen Geschäftsfeldes und für zukünftige Neuentwicklungen von innovativen Flockprodukten in Zusammenarbeit mit dem TITK.

  • 2005
  • An-Institut der TU Ilmenau

    Das TITK wird An-Institut der Technischen Universität Ilmenau. Im gleichen Jahr findet die Gründung der smartfiber AG statt. In diesem Unternehmen erfolgt mit der Produktion und dem Vertrieb von funktionellen Spezialfasern auf Basis des ALCERU-Verfahrens die wirtschaftliche Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen des TITK.

  • 2004
  • Hightech-Wachstumskern

    Integration von TITK und OMPG in den Wachstumskern ALCERU-Hightech: Ziel des innovativen Wachstumskerns ist die Entwicklung der Region Rudolstadt zu einem national und international anerkannten Forschungs-, Produktions- und Vermarktungszentrum für Funktions- und Konstruktionswerkstoffe auf Cellulosebasis.

  • 2000
  • weltweites EXPO-2000-Projekt

    In Zusammenarbeit mit der LEG Thüringen ist das TITK Projektträger für ein Projekt der EXPO 2000 unter dem Titel „Strukturwandel mit innovativen Werkstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen“.

  • 1996
  • Gemeinschaftsunternehmen ALCERU-Schwarza GmbH

    Gründung des Gemeinschaftsunternehmens ALCERU-Schwarza GmbH – Alternative Celluloseverfahren - mit der Firma Lurgi Zimmer AG, Frankfurt/Main

  • 1992
  • Gründung OMPG

    Gründung der Ostthüringischen Materialprüfgesellschaft für Textil- und Kunststoffe mbH (OMPG) als hundertprozentige Tochtergesellschaft des TITK

  • 1991