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Faserentwicklungen

Das Arbeitsgebiet der Faserentwicklung umfasst die Verformung von Polymeren wie Cellulose und deren Derivate, Proteine aber auch Polyacrylnitril, Polyvinylalkohol sowie thermoplastische Polymere zu Fasern, Filamenten oder Vliesstoffen.

Im Bereich der Celluloseverformung können dabei Zellstoffe aus natürlichen Quellen (Fichte, Buche, Hanf, Baumwolllinters uvm.) oder, als Teil der Kreislaufwirtschaft, aus recycelten Alttextilien eingesetzt werden. Die Entwicklung von funktionalisierten Cellulosefasern, durch Beladung mit Additiven in partikulärer oder flüssiger Form, stellt hierbei einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt dar. So war es in der Vergangenheit möglich Fasern permanent mit antibakteriellen, hautpflegenden, elektrisch leitfähigen oder thermoregulierenden Eigenschaften sowie keramischen Fasern und Borsten auf Grundlage des Lyocellprozess herzustellen.

Teilgebiete

  • Technologieentwicklungen für die Erzeugung von Chemiefasern
  • Entwicklung von Fasern nach dem Nass,- oder Trocken-Nassspinnverfahren (Luftspaltspinnen)
  • Entwicklung von funktionalisierten Fasern (hier vlt. ein Link zur smart polymer Homepage?)
  • Entwicklung von Nanofaservliesen auf der Basis des Elektrospinnens
  • Entwicklung von Spinnvliesen aus niedrigschmelzenden Sonderpolymeren
  • Carbonfaserentwicklungen auf Basis von PAN und alternativen Precursoren 

Technische Ausstattung

  • Anlagentechnik zur Herstellung von Spinnlösungen, Fasern, Filamente und Faservliesstoffe in verschiedenen Maßstäben
    • Spinnstände im Labor-, Technikums- und Pilotmaßstab (Fasermengen bis über 100 kg pro Woche)
    • Modul zur Nass- und Trockenverstreckung
    • Meltblown-Anlagen zur Verformung von schmelzbaren Polymeren zu Faservliesstoffen
    • Elektrospinnanlage, düsenlos
  • Analytik für die Zellstoff- und Spinnlösungscharakterisierung
    • Kapillarviskosimeter
    • Rotations-/ Oszillationsrheometer 
    • Partikelgrößenmessgerät
    • Bestimmung der Partikelkonzentration
    • Digital-Mikroskopie
  • Trocken- und Nassmühlen für Zuschlagstoffe / Additive
  • Carbonisierungsanlage mit 2-Zonen Oxidations-Ofen sowie LT und HT-Ofen bis
    1600 °C