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Im April dieses Jahres hat das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung
in Rudolstadt die Pilot-Spinnvliesanlage SPV 600 in Betrieb genommen.
Die Anlage wird derzeit zur Bearbeitung von Forschungsprojekten und für
Dienstleistungen genutzt.
Die Spinnvliesmaschine hat - in Abhängigkeit vom eingesetzten Polymeren
- eine Nennleistung von 30...80 kg/h und erlaubt Flächengewichte von 20...250
g/m² bei einer Vliesbreite von 0,6 m.
Das TITK nutzt die Anlage für Interessenten aus Industrie und Forschung
für Entwicklungsarbeiten. In diesem Rahmen werden die Leistungsangebote
des TITK zur Werkstoffprüfung, Materialtestung und Weiterverarbeitung
ebenfalls angeboten. Eingeschlossen sind werkstoffspezifische Prüfungen
am thermoplastischen Polymeren und textilphysikalische Prüfungen zur Charakterisierung
von Filament und Spinnvlies.
Die Spinnvliesanlage ist geeignet zur Herstellung von Wirrvliesen aus
thermoplastischen Formmassen, wie z.B. PP, PE oder ausgewählte biologisch
abbaubare Polymere. Mit einer Durchsatzmenge von bereits 30 kg/h sind
technologische Einstellparameter flexibel den Kundenwünschen anzupassen.
Die Anlage bietet die Möglichkeit der technologischen Einflussnahme auf
die Prozessstufen Filamentabkühlung, Filamentverstreckung/Filamentabzug
und Vliesbildung durch die kontrollierte Absaugung und Verwirbelung der
Prozessluft. Somit ist es möglich, geometrische und textilphysikalische
Eigenschaften der Filamente und der hergestellten Spinnvliese zu variieren.
Wir bieten darüber hinaus Möglichkeiten und Lösungsvorschläge für die
Weiterverarbeitung der leicht verfestigten Wirrvliese im Rahmen verschiedener
Ausrüstungsverfahren an, wie insbesondere: Imprägnieren, Besprühen, Bepulvern
oder Laminieren /Beschichten.
Die Spinnvliestechnik bietet die Möglichkeit, leistungsfähige Werkstoffe
mit innovativer Verfahrenstechnik zu kombinieren und für technische Anwendungsfelder
z.B. für verschiedenartige Leichtbauverbundkonstruktionen zu nutzen.

Pilot - Spinnvliesanlage SPV 600
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