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Vorhaben-Nr.: BMBF (03 WKL 08)
Die Verformung von direkt gelöster Cellulose
nach einem Trocken-Nass-Spinnprozess bietet technologisch und verfahrenstechnisch
günstige Möglichkeiten zur rein physikalischen Modifizierung mittels mikroner
Funktionaladdititve. Die erhaltenen Cellulosefunktionsfasern können damit
in einem breiten Eigenschaftsspektrum modifiziert werden. Nach einer Weiterentwicklung
der verfahrenstechnischen Möglichkeiten zur Einarbeitung solcher partikulärer
Substanzen und dem Nachweis, dass die Zusätze keinerlei selbst beschleunigte
Zersetzungsreaktionen des Lösungsmittels N-Methylmorpholin-N-Oxid initiieren,
wurden im Vorhaben grundlegende Untersuchungen zur Generierung von Fasern
mit haft- und reibreduzierten Oberflächeneigenschaften, Fasern mit speziellen
Merkmalspigmenten, geeignete Keramikfasern für die Verstärkung von keramischen
Matrizes sowie Zeolith dotierte Fasern entwickelt. Die Fasern mit hydrophobierten
Oberflächen wurden nach der Bestimmung ihrer textil-physikalischen Eigenschaften
auf ihre Verarbeitungseigenschaften zu textilen Garnen sowie zu textilen
Flächen untersucht.
Merkmalspigment dotierte Fasern zeigten gute Verarbeitungseigenschaften
zu Stickgarnen sowie bei Verarbeitung im Stickprozess. Keramische Grünfasern
können nach einer separaten Entbinderungs und Sinterung zur Faserverstärkung
genutzt werden. Weitere Arbeiten zur Selektion der günstigsten Fasereigenschaften
und die Menge der einzubringenden Fasern sind notwendig. Zeolith-Cellulose-Hybridfasern
lassen sich nicht thermisch aktivieren.
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