| | Letzte Änderung: 25.11.2008 | |
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Forschungsbereiche
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Antimikrobiell wirksame Fasern sind von großem wirtschaftlichem Interesse, da sie sowohl den Verbraucher als auch die damit ausgerüsteten Materialien vor schädlichen Keimen schützen. Derartige Fasern finden dort Verwendung, wo Flächengebilde dauerhaft hygienische Eigenschaften besitzen müssen, wie z. B. in Wundauflagen, in Luftfiltersystemen sowie in einer ganzen Reihe von textilen Anwendungen. Als Wirkkomponente ist in der jüngsten Vergangenheit das Breitbandbakterizid Silber wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bisher am Markt erhältliche Fasern mit der Wirkkomponente Silber basieren überwiegend auf schmelzgesponnenen Chemiefasern. Die einzige bislang erhältliche cellulosische Faser hat den Nachteil, nur sehr geringe Silbermengen binden zu können.
Ziel im Rahmen des Projekts war es, eine hohe Konzentration
des Wirkstoffs Silber in eine cellulosische Faser einzubringen. Grundlage
dafür ist die auf der Basis des ALCERU-Verfahrens entwickelte Technologie
zur Additivierung von Lyocellfasern. Das Projekt wurde von der Firma SCHOELLER
UND HOESCH finanziell und technologisch unterstützt. SCHOELLER UND HOESCH
fertigte eine Reihe von Muster von mit Silberlyocell ausgerüsteten Filterpapieren
und stellte diese für mikrobiologische Tests zur Verfügung. Durch den
Einbau von feingemahlenen, speziellen Ionenaustauschern ist es möglich,
große Mengen bakterizid wirkenden Silbers an die Fasern zu binden.
Die hohe antimikrobielle Wirksamkeit der Fasern konnte in Tests an Filterpapiermustern belegt werden. Des Weiteren wurde die textile Verarbeitbarkeit der Fasern nachgewiesen. Die endgültige Umsetzung der Ergebnisse in textilen Applikationen wird in mehreren Folgeprojekten realisiert. |
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