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Forschungsbereiche Native Polymere und Chemische Forschung Projekte  
 Entwicklung einer bakterizid wirkenden silbermodifizierten  Lyocell- Faser
   


Projektnummer: 145/03

Antimikrobiell wirksame Fasern sind von großem wirtschaftlichem Interesse, da sie sowohl den Verbraucher als auch die damit ausgerüsteten Materialien vor schädlichen Keimen schützen. Derartige Fasern finden dort Verwendung, wo Flächengebilde dauerhaft hygienische Eigenschaften besitzen müssen, wie z. B. in Wundauflagen, in Luftfiltersystemen sowie in einer ganzen Reihe von textilen Anwendungen.

Als Wirkkomponente ist in der jüngsten Vergangenheit das Breitbandbakterizid Silber wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bisher am Markt erhältliche Fasern mit der Wirkkomponente Silber basieren überwiegend auf schmelzgesponnenen Chemiefasern. Die einzige bislang erhältliche cellulosische Faser hat den Nachteil, nur sehr geringe Silbermengen binden zu können.


Ziel

Ziel im Rahmen des Projekts war es, eine hohe Konzentration des Wirkstoffs Silber in eine cellulosische Faser einzubringen. Grundlage dafür ist die auf der Basis des ALCERU-Verfahrens entwickelte Technologie zur Additivierung von Lyocellfasern. Das Projekt wurde von der Firma SCHOELLER UND HOESCH finanziell und technologisch unterstützt. SCHOELLER UND HOESCH fertigte eine Reihe von Muster von mit Silberlyocell ausgerüsteten Filterpapieren und stellte diese für mikrobiologische Tests zur Verfügung. Durch den Einbau von feingemahlenen, speziellen Ionenaustauschern ist es möglich, große Mengen bakterizid wirkenden Silbers an die Fasern zu binden.
Das Verfahren erlaubt die exakte Steuerung des Silbergehaltes in weiten Grenzen und damit eine Anpassung der antimikrobiellen Aktivität an die jeweilige Anwendung. Zu diesen Anwendungen zählen:

  • Spezialpapiere für Luftfiltersysteme in Krankenhäusern, Reinsträumen und Klimaanlagen,
  • Medizinische Wundauflagen,
  • Textilien mit geruchsvermindernder Ausrüstung
    (Schuhinnenfutter, Strümpfe, Wäsche, etc.) und
  • Textilien im medizinischen Bereich (Diabetikerstrümpfe, Neurodermitiswäsche, Krankenhaustextilien).


Ergebnis

Die hohe antimikrobielle Wirksamkeit der Fasern konnte in Tests an Filterpapiermustern belegt werden. Des Weiteren wurde die textile Verarbeitbarkeit der Fasern nachgewiesen. Die endgültige Umsetzung der Ergebnisse in textilen Applikationen wird in mehreren Folgeprojekten realisiert.

bild: silber faser

Kontakt

Herr Dr. Axel Kolbe
Leiter Chemische Analytik
Telefon: 03672 / 379 252
Telefax: 03672 / 379 255
Email: kolbe(a)titk.de

Herr Dr. Frank Meister
Leiter der Abteilung
Native Polymere und Chemische Forschung

Telefon: 03672 / 379 200
Telefax: 03672 / 379 379
Email: meister(a)titk.de

Thüringisches Institut
für Textil- und
Kunststoff-Forschung e.V.

Breitscheidstraße 97
D-07407 Rudolstadt
Email: info(a)titk.de
Telefon: 03672 / 379 0
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