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Ein wichtiges Arbeitsfeld stellt die Charakterisierung von Polymerlösungen
dar. Zur Charakterisierung des Lösungszustandes dienen vor allem
rheologische Methoden. Durch Rotations- bzw. Oszillationsmessungen
sind neben der Nullscherviskosität insbesondere Aussagen zum Fließ-
sowie elastischem Verhalten sowie Polymerdaten wie Uneinheitlichkeit
oder Plateaumodul erhältlich. Für spezielle Untersuchungen ist eine
Charakterisierung der Dehneigenschaften mittels Dehnrheometer CaBER
1 möglich. Die Charakterisierung der Lösungsqualität von Polymerlösungen
hinsichtlich ihres Partikelgehaltes erfolgt mittels optischer Methoden.
Neben mikroskopischen Methoden wie Phasenkontrast-, Fluoreszenz-
sowie Durch- und Auflichtmikroskopie dient insbesondere die Partikelmessung
mittels Laserbeugung im Bereich von 0,5 bis 175 µm zur Charakterisierung
von Partikelverteilung und -gehalt von Polymerlösungen.
Zur analytischen Charakterisierung natürlicher Polymere, insbesondere
Cellulose stehen folgende Methoden zur Verfügung:
- Kapillarviskosimetrische Bestimmung der Grenzviskositäten in
Cuen bzw. Cuoxam (Bestimmung des Durchschnittspolymerisationsgrades)
- Bestimmung der Molmassenverteilung, Mw und Mn von natürlichen
Polymeren (wie Cellulose in Dimethylacetamid/LiCl) mittels Gelpermeationschromatographie
(GPC) mit RI-, Viskositäts-, LALS-, RALS-, und UV-Detektor
- Bestimmung des Cellulosegehaltes
- Ermittlung des Gehaltes an Carboxyl- und Carbonylgruppen
- Bestimmung des Aschegehaltes
- Ermittlung des Gehaltes an Alkali- / Erdalkali- bzw. Schwermetallen
mittels ICP-OES
- Bestimmung des Alkaliverbrauchs der Polymere und Zuschlagstoffe
sowie Bestimmung löslicher Anteile der Cellulosen in 20%iger wässriger
NMMO-Lösung
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