Spritzguss- und Sonderverfahren

Spritzgieß-Sonderverfahren wie das Hinterspritz- und Hinterprägeverfahren gewinnen bei der Herstellung von Bauteilen mit dekorativen oder funktionellen Oberflächen zunehmend an Bedeutung.

Der Vorteil dieser Verfahren besteht darin, dass die notwendige Oberflächenveredelung in einem Schritt mit der eigentlichen Bauteilproduktion erfolgt (Direktkaschierung). Das Dekor wird in das Werkzeug eingelegt und anschließend mit dem schmelzeförmigen Thermoplast hinterfüllt. Ergebnis ist ein fertiges Bauteil, welches in der Regel nur noch geringfügig nachgearbeitet werden muss.

Im TITK können Dekormaterialien sowohl vorgeformt als auch direkt hinterspritzt werden. Dabei stehen unterschiedliche Werkzeugeinsätze (Platten mit/ohne Narbung, 3-D-Konturen) zur Verfügung.
Es können grundlegende Untersuchungen zu Dekoren, Trägermaterialien und Einflüssen der Bauteilkontur durchgeführt werden.

 

Technische Ausstattung

  • Spritzgießmaschine Arburg 520 C - 2000 - 675 (Schneckendurchmesser 60 mm)
  • Modular aufgebautes Versuchswerkzeug mit Sensorik für Temperatur- und Innendruckmessung
  • Werkzeugeinsätze für Platten mit/ohne Narbung, 3-D-Konturen mit unterschiedlichen Radien
  • Pulverstreueinrichtung Cavitec Minicoater 400 mit einer Arbeitsbreite von bis zu 400 mm sowie einer thermischen Fixierung mittels Infrarot
  • Doppelband-Thermofixanlage zur Kaschierung von Dekoren
  • Heizbarer 2 Walzenkalander zum Kaschieren von Dekormaterialien
  • Tiefziehmaschine zum Vorformen von Dekorfolien
  • Digitaldrucker zum Bedrucken von Dekormaterialien