Spezialverfahren - Faserblasen

Die Umsetzung von Leichtbaulösungen durch beanspruchungsgerechte Bauteilauslegung und effizienten Materialeinsatz gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Die Faserblastechnologie, bei der das Fasermaterial direkt in ein formgebendes Werkzeug eingeblasen und anschließend verpresst wird, stellt hierfür einen interessanten Lösungsansatz dar.

Im TITK laufen Entwicklungen zur Qualifizierung einer neuen Prozesskette, welche die ressourcenschonende Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen mittels 3D-Faserblasen ermöglicht.

Die wesentlichen Vorteile dieses Verfahren gegenüber dem Formpressverfahren auf Basis von Fasermatten sind:

  • nahezu abfallfreie Bauteilherstellung
  • Darstellung unterschiedlicher Wanddicken möglich
  • lastgerechte Dimensionierung realisierbar
  • breites Spektrum an einsetzbaren Fasermaterialien

Das Verfahren umfasst nur wenige Prozessschritte und bietet viele Freiheitsgrade bezüglich des Faserstoffeinsatzes und der herstellbaren Bauteilgeometrie.

 

Technische Ausstattung

Faserformpressanlage (FIM) zur direkten Verarbeitung diverser Fasermaterialien bestehend aus:

  • 2 Dosieröffnern zur Öffnung und Zuführung von Fasern für den Blasprozess
  • Einblasstation mit Blaswerkzeug und unterschiedlichen Einblasdüsen
  • Schiebetisch für den Transfer des Werkzeuges zur Presse
  • Pressstation mit einer Arbeitsfläche von 2,20 x 1,50 m und 2.000 kN Gesamtpresskraft