Additiviertes Guss-Polyamid

Die Arbeitsgruppe „Guss-Polyamid“ verfügt über jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der aktiviert anionischen Polymerisation von Caprolactam nach den in der Industrie etablierten Verfahren (drucklos, wasserfrei).

Die Untersuchungen beinhalten sowohl Arbeiten zur reinen Polymerisation (Katalysator / Aktivator-Gemisch, Geschwindigkeiten, Temperaturführung, Drehzahl des Dispermaten), als auch Versuche zur Einarbeitung bestimmter Funktionsadditive während der Polymerisation (Sedimentationsverhalten, homogene Verteilung).

Aktuell gilt es, additiviertes Guss-Polyamid mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit zu entwickeln oder Konzepte zur Abführung entstehender Wärme zu verfolgen, wofür wärmeleitfähig ausgerüstete Polycaprolactame geeignet wären. Im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeiten stehen zur Zeit sowohl mikro- als auch nanoskalige Füllstoffe, wie z. B. Bornitrid inklusive Verarbeitungsadditiven.

Weitere Eigenschaften des Guss-Polyamides, die bereits optimiert wurden, umfassen z. B. die Flammfestausrüstung, elektrische Leitfähigkeit und auch mechanische Kennwerte.

 

Technische Ausstattung

  • Dispermat: Dissolver CV3 der Fa. VMA Getzmann, bis 6500 rpm, evakuierbares und temperierbares Rührgefäß, verlängertes Rührwerk
  • Werkzeug: beheizbare Edelstahl-Gussform, Kavität 260 x 200 mm, isoliert, inkl. Steuerung/Temperaturführung (bis 250°C), zusätzlicher Rüttler, evakuierbar
  • Plattendicken (mittels Werkzeugzwischenplatten): 2 mm, 4 mm, 6 mm, 8 mm
  • Stickstoffbeschleierung 
  • Vakuumlinie inkl. Kühlfallen
  • Trockenschränke (Vakuum) zur Vorbehandlung der Ausgangstoffe bzw. Additive   
  • Probeentnahme- (z. B. CNC-Probefräse) bzw. Prüfmöglichkeiten (z. B. Wärmeleitfähigkeitsmessgerät LFA 447)
  • Additivaufbereitung (z. B. Erzeugung von nanoskaligen Additiven): Kugelmühle + Sprühtrockner