Entwickeln, prüfen, herstellen: Dreifach-Kompetenz aus Rudolstadt

Auftragsforschung für die Medizintechnik-Branche? Dass einer der besten Partner dafür aus Thüringen kommt, zeigt die TITK-Group am 11. und 12. April in Nürnberg. Zum zweiten Mal nimmt das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK) mit seinen beiden Tochterfirmen OMPG und smartpolymer dort an der Fachmesse MT-Connect teil. In der fränkischen Metropole wirbt das Trio für sein einzigartiges Portfolio-Paket – die Kombination aus Entwicklung, Prüfung und Herstellung neuer Materialien.

Ausgehend von einer langjährigen Erfahrung in der Kunststoff-Forschung werden im Medizintechnikum des TITK heute Folien, Katheter, Granulate und viele andere Kunststoffe mit vielfältigen Funktionen ausgestattet – von antibakterieller Wirksamkeit bis hin zu Phasen-Wechsel-Eigenschaften (PCM). Ihre Form erhalten die neuen Kunststoffe mittels Spritzguss, Extrusion oder Folienziehen. Diese und weitere technischen Möglichkeiten stehen im TITK zur Verfügung.

Bevor sich das Tochterunternehmen smartpolymer für die Herstellung der neu entwickelten Materialien und Halbzeuge empfiehlt, können diese in den akkreditierten Laboren der OMPG auf Herz und Nieren gecheckt werden. Hier finden Tests auf Biege- und Zugfestigkeit, Flammbeständigkeit sowie thermische und chemische Stabilität statt. Das Team des Biologielabors kann neben der Biokompatibilität von Medizinprodukten auch antimikrobielle Eigenschaften untersuchen.

Da in der Medizintechnik immer mehr Kunststoffe zum Einsatz kommen, wird Biokompatibilität zum entscheidenden Kriterium.  „Bei Produktentwicklungen ist es daher sinnvoll, bereits im Anfangsstadium die Unbedenklichkeit der Werkstoffe zu testen, um mögliche toxische Wirkungen im Endprodukt frühzeitig ausschließen zu können“, sagt Laborleiterin Dr. Janine Bauer.

Im Rahmen einer Medizinproduktezulassung werden zunehmend Hautverträglichkeitsprüfungen gefordert. Konkret betrifft das die Untersuchungen auf Zytotoxizität, Hautirritation und Hautkorrosion. Diese finden bei der OMPG „in vitro“ – sprich: in einer künstlichen Umgebung – statt. „Indem wir diese Prüfungen an gezüchteten Hautmodellen durchführen, machen wir Tierversuche verzichtbar“, sagt Bauer. Für die Tests auf in-vitro-Hautirritation oder -korrosion ist die OMPG übrigens eines von nur vier akkreditierten Laboren in Deutschland.

Auf der MT-Connect 2018 in Nürnberg ist die TITK-Group am 11. und 12. April in Halle 10.0 am Stand 203 zu finden.

Logo der MT-Connect 2018

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